Wir verwirklichen Ihre Ideen!Raum Heilbronn · info@appproject.de
AppProjectApp-Entwicklung · Smart Home · 3D-Druck
Blog · Smart Home

Homematic IP Heizkörperthermostate im Vergleich: Welches Modell passt?

Sieben Heizkörperthermostate hat eQ-3 für Homematic IP im Programm, vom kompakten Modell ohne Display bis zum Evo in drei Farben. Dieser Überblick vergleicht Display, Bedienung, Batterielaufzeit und Bauform nach Herstellerangaben, erklärt die Rolle von Fensterkontakt und Wandthermostat und zeigt, welcher Adapter auf welches Ventil passt.

Inhalt
  1. Sieben Thermostate, ein Gewinde
  2. Die Modelle im Vergleich
  3. Was die Modelle unterscheidet
  4. Fenster-auf-Erkennung: mit oder ohne Fensterkontakt
  5. Access Point, HCU oder CCU3: welche Zentrale?
  6. Wandthermostat als Ergänzung
  7. Adapter: wenn das Ventil kein M30-Gewinde hat
  8. Welches Modell für welchen Raum?
  9. Erwähnte Geräte
  10. Häufige Fragen

Sieben Thermostate, ein Gewinde

eQ-3 führt bei Homematic IP inzwischen sieben Heizkörperthermostate. Alle passen auf Ventile mit dem Gewinde M30 × 1,5 mm, alle erkennen ein offenes Fenster und alle lassen sich laut der offiziellen Vergleichstabelle sowohl mit dem Access Point (Cloud) als auch lokal mit der CCU3 betreiben. Die Unterschiede liegen im Detail: Display, Bedienung am Gerät, Batterielaufzeit, Bauform und Schutz gegen Abbauen.

Dieser Beitrag ist ein Marktüberblick auf Basis der Herstellerangaben, kein Praxistest. Er soll Dir helfen, das passende Modell für Deinen Raum zu finden, und zeigt, welche Ergänzungen sinnvoll sind: Fensterkontakt, Wandthermostat und, falls Dein Ventil kein M30-Gewinde hat, der richtige Adapter.

Die Modelle im Vergleich

Die Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede aus der Homematic-IP-Vergleichstabelle (Stand 10/2024) und den Produktseiten von eQ-3 zusammen.

Modell Kürzel Display Bedienung / Programmierung am Gerät Batterien (Laufzeit typ.) Besonderheiten
Heizkörperthermostat – Evo HmIP-eTRV-E / -E-S / -E-A leuchtende LED-Anzeige, Ausrichtung einstellbar Bedienung ja / Programmierung nein 2 × AA (2 Jahre) drei Farben (weiß, silber, anthrazit)
Heizkörperthermostat – flex HmIP-eTRV-F E-Paper, Ausrichtung einstellbar ja / ja 2 × AA (3 Jahre) Flüsterbetrieb
Heizkörperthermostat – pure HmIP-eTRV-3 E-Paper, Ausrichtung einstellbar, Dark/Light Mode Bedienung per Drehrad / Programmierung nein 2 × AA (3 Jahre) runde, schlichte Form, Danfoss-Adapter RA/RAV/RAVL beiliegend
Heizkörperthermostat HmIP-eTRV-2 beleuchtetes LC-Display Bedienung ja / Programmierung nein 2 × AA (2 Jahre) größte Funkreichweite der Reihe (300 m Freifeld)
Heizkörperthermostat – basic HmIP-eTRV-B-2 LC-Display ja / ja 2 × AA (2 Jahre) Kunststoff- statt Metallmutter, kein Flüsterbetrieb
Heizkörperthermostat – kompakt HmIP-eTRV-C-2 kein Display nein (nur App) 2 × AA (5 Jahre) Demontageschutz beiliegend, abschließbares Batteriefach
Heizkörperthermostat – kompakt plus HmIP-eTRV-CL beleuchtetes LC-Display ja / ja 4 × AA (7 Jahre, min. 5) Demontageschutz beiliegend, PIN-Bediensperre, abschließbares Batteriefach

Gemeinsam haben alle sieben: Gewinde M30 × 1,5 mm, Fenster-auf-Erkennung, Boost, Urlaubsmodus, Frostschutz und Ventilschutz (Entkalkung). Pro Raum lassen sich laut Hersteller bis zu acht Thermostate und acht Fensterkontakte zusammenfassen.

Was die Modelle unterscheidet

Display und Bedienung. Wer am Heizkörper ablesen und nachregeln möchte, greift zu einem Modell mit Anzeige. Evo, flex und pure lassen die Anzeige je nach Einbaulage drehen. Das hilft, wenn das Ventil seitlich oder unten am Heizkörper sitzt. Das HmIP-eTRV-C-2 (kompakt) hat gar kein Display und wird nur über die App eingestellt.

Programmierung direkt am Gerät. flex, basic und kompakt plus lassen sich auch ohne App am Gerät programmieren, dann allerdings nur mit einem Heizprofil statt drei. Evo, pure, eTRV-2 und kompakt programmierst Du über App oder Zentrale.

Batterie. Die meisten Modelle laufen mit zwei AA-Zellen zwei bis drei Jahre. Deutlich länger halten laut Hersteller das kompakt (fünf Jahre) und das kompakt plus mit vier AA-Zellen (typisch sieben, mindestens fünf Jahre).

Bauform und Schutz. Das kompakt und das kompakt plus haben ein geschlossenes Gehäuse, ein abschließbares Batteriefach und einen beiliegenden Demontageschutz. eQ-3 nennt beim kompakt plus ausdrücklich die Wohnungs- und Gebäudewirtschaft als Zielgruppe, außerdem Büros, Arztpraxen und Kinderzimmer. Bei den anderen Modellen gibt es den Demontageschutz als Zubehör, beim basic gar nicht.

Mutter. Bis auf das basic haben alle Modelle eine Überwurfmutter aus Metall. Das basic nutzt eine Kunststoffmutter.

Fenster-auf-Erkennung: mit oder ohne Fensterkontakt

Alle Homematic-IP-Thermostate senken die Temperatur ab, wenn sie ein offenes Fenster erkennen. Ohne weiteres Zubehör übernimmt das Thermostat die Erkennung selbst. eQ-3 empfiehlt für eine zuverlässigere Erkennung einen Fenster- und Türkontakt, zum Beispiel den HmIP-SWDO-2. Er meldet den Zustand direkt an alle Thermostate im Raum.

Wie Du Fensterkontakt und Thermostat an der CCU3 verknüpfst und zusätzlich eine Erinnerung nach 15 Minuten Lüften einrichtest, zeigt die Anleitung Fenster offen – Heizung aus.

Access Point, HCU oder CCU3: welche Zentrale?

Für App- und Zeitsteuerung brauchst Du laut den Produktseiten von eQ-3 entweder einen Homematic IP Access Point mit der kostenlosen App (Cloud-Betrieb) oder eine CCU3 (lokaler Betrieb über die WebUI). Die alte CCU2 wird nicht mehr unterstützt. Einige Modelle wie das flex laufen laut Hersteller auch im Stand-alone-Betrieb, dann aber ohne App-Steuerung.

Die neuere Home Control Unit (HCU) ersetzt den Access Point: eQ-3 bietet in der Homematic IP App eine Systemübertragung an, mit der eine bestehende Access-Point-Installation auf die HCU umzieht. Die Bedienung bleibt in der App.

Für die CCU3 gilt: eQ-3 integriert neue Homematic-IP-Produkte nur noch bis Ende 2026 und übergibt die Weiterentwicklung schrittweise an die Community (OpenCCU). Alle sieben Thermostate aus der Tabelle sind laut Vergleichstabelle für den lokalen Betrieb mit der CCU3 vorgesehen. Bei ganz neuen Geräten lohnt vor dem Kauf ein Blick, ob Deine CCU3- oder OpenCCU-Version sie schon kennt. Was die Umstellung für Dich bedeutet, steht im Beitrag Homematic 2026: CCU3, OpenCCU oder HCU.

Wandthermostat als Ergänzung

Ein Thermostat am Heizkörper misst die Temperatur direkt neben der Wärmequelle. Ein Wandthermostat misst dort, wo Du sitzt, und gibt den Wert an die Heizkörperthermostate im Raum weiter. Außerdem erfasst er die Luftfeuchtigkeit. Homematic IP bietet dafür mehrere Varianten an:

  • Wandthermostat mit Luftfeuchtigkeitssensor (HmIP-WTH-1 / HmIP-WTH-2): beleuchtetes Display, Drehrad, 2 × AAA, passt in 55er-Schalterrahmen.
  • Wandthermostat – basic (HmIP-WTH-B-2): Tastenbedienung, 2 × AA mit typisch fünf Jahren Laufzeit. Es lässt sich laut Hersteller auch ohne Zentrale direkt mit dem basic-Thermostat HmIP-eTRV-B-2 verbinden. In Schalterserien passt es nicht.
  • Wandthermostat mit Luftfeuchtigkeitssensor (HmIP-WTH-3): Das Datenblatt stammt von 07/2026. eQ-3 nennt beleuchtetes Display, Drehrad, 2 × AAA und optional 230-V-Versorgung über das Netzteil HmIP-BPS-2. Prüfe bei diesem neuen Gerät vor dem Kauf, ob Deine CCU3- oder OpenCCU-Version es unterstützt.
  • Wandthermostat mit Schaltausgang (HmIP-BWTH / HmIP-BWTH24): für Fußbodenheizungen mit 230-V- bzw. 24-V-Stellantrieben, wird fest verdrahtet. Den Einbau übernimmt eine Elektrofachkraft.

Die gemessene Luftfeuchtigkeit lässt sich an der Zentrale weiterverwenden. Wie Feuchtewerte innen und außen zusammen einen Kellerlüfter steuern, zeigt die Anleitung Kellerlüftung nach Taupunkt. Für Wohnräume ergänzt die CO2-Ampel den Lüftungshinweis.

Adapter: wenn das Ventil kein M30-Gewinde hat

Viele Ventile, etwa von Heimeier, haben das Standardgewinde M30 × 1,5 mm. Dann schraubst Du das Thermostat direkt auf. Für andere Ventile gibt es Adapter von eQ-3:

  • Danfoss (RA, RAV, RAVL): Passende Adapter liegen mehreren Modellen bei, beim pure laut Datenblatt alle drei. Welche Adapter Dein Modell mitbringt, steht im jeweiligen Lieferumfang.
  • Vaillant (Adapter 76028): für Vaillant-Ventile mit 30,5-mm-Anschluss, aus Kunststoff.
  • Oventrop (Adapter 76029): für Oventrop-Ventile mit M30 × 1,0 mm, aus Kunststoff.

Bevor Du bestellst, schau Dir das Ventil an: Hersteller und Typ stehen meist auf dem Ventilkörper. eQ-3 stellt außerdem eine Ventil-Kompatibilitätsliste zum Download bereit. Die Montage geht laut Hersteller ohne Eingriff in die Heizungsanlage und ohne Wasser abzulassen.

Welches Modell für welchen Raum?

  • Wohn- und Schlafzimmer, Ablesen am Heizkörper gewünscht: pure oder flex mit drehbarem E-Paper-Display und Flüsterbetrieb. Das flex lässt sich zusätzlich am Gerät programmieren.
  • Optik im Vordergrund: Evo in Weiß, Silber oder Anthrazit.
  • Erprobter Standard: das HmIP-eTRV-2 mit beleuchtetem Display und der größten Funkreichweite der Reihe.
  • Kleines Budget, auch ohne Zentrale: basic, eventuell zusammen mit dem Wandthermostat basic.
  • Kinderzimmer, Büro, vermietete Wohnung: kompakt oder kompakt plus mit Demontageschutz und langer Batterielaufzeit. Das kompakt plus bietet zusätzlich Display und PIN-Sperre.

Das Thermostat allein spart noch keine Energie. Es kommt auf Zeitprofile, Fenster-Absenkung und Abwesenheit an. Welche Programme an der Zentrale dabei helfen, zeigt der Beitrag Heizkosten sparen mit Homematic IP. Wer gerade erst anfängt, findet in Homematic IP für Einsteiger die übrigen Grundgeräte.

Erwähnte Geräte

14 Produkte

*Werbung / Affiliate-Link – Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

Häufige Fragen

Passen Homematic-IP-Thermostate auf jeden Heizkörper?

Alle Modelle haben ein Gewinde M30 × 1,5 mm und passen damit direkt auf viele Ventile, etwa von Heimeier. Für Danfoss, Vaillant und Oventrop (M30 × 1,0) gibt es Adapter von eQ-3. Danfoss-Adapter liegen mehreren Modellen bei. Im Zweifel hilft die Ventil-Kompatibilitätsliste des Herstellers.

Brauche ich einen Fensterkontakt?

Nicht zwingend: Die Thermostate erkennen ein offenes Fenster auch selbst. eQ-3 empfiehlt für eine zuverlässigere Erkennung aber einen Fenster- und Türkontakt, der den Zustand direkt an die Thermostate im Raum meldet.

Funktionieren die Thermostate mit der CCU3 und der HCU?

Laut Vergleichstabelle von Homematic IP laufen alle sieben aktuellen Heizkörperthermostate lokal mit der CCU3 und in der Cloud mit dem Access Point. Die Home Control Unit ersetzt den Access Point, eine bestehende Installation lässt sich per Systemübertragung in der App umziehen.

Welches Modell hält mit einem Batteriesatz am längsten?

Laut Hersteller das kompakt plus (HmIP-eTRV-CL) mit vier AA-Zellen: typisch sieben, mindestens fünf Jahre. Das kompakt (HmIP-eTRV-C-2) kommt auf typisch fünf Jahre, die übrigen Modelle auf zwei bis drei Jahre.

Lohnt sich zusätzlich ein Wandthermostat?

Wenn der Heizkörper hinter einem Vorhang, unter der Fensterbank oder in einer Nische sitzt, misst ein Wandthermostat die Raumtemperatur realistischer und gibt sie an die Thermostate weiter. Außerdem erfasst er die Luftfeuchtigkeit.

  • Homematic IP
  • Heizkörperthermostat
  • Kaufberatung
  • Wandthermostat
  • CCU3
  • Heizen
Quellen und weiterführende Links (12)

Kommentare

Fragen oder Ergänzungen? Meldet Euch einfach in den Kommentaren.