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Homematic 2026: CCU3, OpenCCU oder HCU – was jetzt?

Ende 2026 integriert eQ-3 zum letzten Mal neue Geräte in die CCU3, danach übernimmt die Community mit OpenCCU. Gleichzeitig baut eQ-3 die Home Control Unit weiter aus. Hier steht, was belegt ist, was das für bestehende Installationen bedeutet und welche Zentrale zu welcher Ausgangslage passt.

Inhalt
  1. Was sich bei der CCU3 geändert hat
  2. OpenCCU: das frühere RaspberryMatic
  3. Die HCU: der Weg von eQ-3
  4. Entscheidungshilfe
  5. Was das für bestehende Anwender heißt
  6. Erwähnte Geräte
  7. Häufige Fragen

Was sich bei der CCU3 geändert hat

Am 8. Juli 2025 hat eQ-3 angekündigt, die Weiterentwicklung der CCU3 schrittweise an die Homematic-IP-Community abzugeben. Aus der CCU3 wird die OpenCCU. Der Fahrplan laut eQ-3:

  • Bis Ende 2026 integriert eQ-3 noch neue Homematic-IP-Geräte in die CCU3-Firmware.
  • Ab 2027 sollen Anwender eigene Anpassungen an ihrer CCU3 vornehmen können, zum Beispiel neue Geräte selbst einbinden.
  • Die CCU3-Hardware gibt es nach einer Übergangsphase nur noch bei ELV.

Wir sind jetzt im November 2026, also in den letzten Wochen, in denen eQ-3 selbst noch neue Geräte für die CCU3 nachreicht. Die CCU3 hört deshalb nicht auf zu funktionieren. Eure Geräte, Programme und Skripte laufen weiter wie bisher. Was sich ändert, ist, wer künftig neue Geräte und Funktionen nachliefert.

OpenCCU: das frühere RaspberryMatic

Wer schon länger mit Homematic arbeitet, kennt RaspberryMatic von Jens Maus. Das Projekt heißt inzwischen OpenCCU und beschreibt sich selbst als „formerly known as RaspberryMatic“. Es ist ein freies, nicht-kommerzielles Betriebssystem für eine Homematic-Zentrale und zielt laut Projektseite auf 100-prozentige Kompatibilität zur CCU3.

Ein paar Punkte, die für die Entscheidung wichtig sind:

  • OpenCCU läuft direkt auf der CCU3 (und auf der ELV Charly), außerdem auf dem Raspberry Pi, auf x86-Rechnern, als virtuelle Maschine (z. B. Proxmox) und als App in Home Assistant.
  • Von CCU2/CCU3 aus wird das OpenCCU-Paket laut Projekt wie ein normales Firmware-Update eingespielt. Backups sind zwischen Hersteller-Firmware und OpenCCU kompatibel.
  • Die Entwicklung ist aktiv. Im Jahr 2026 sind mehrere Versionen erschienen, zuletzt 3.89.11 vom 19. September 2026.
  • Mit Version 3.87.6 (März 2026) wurde die Unterstützung für 32-Bit-Hardware gestrichen. Ältere Raspberry-Pi-Modelle wie der Pi Zero (erste Generation) oder der Pi 2 fallen damit heraus; der Pi Zero 2 W wird weiter unterstützt.

eQ-3 hat in der Ankündigung vom Juli 2025 Details zur OpenCCU für später angekündigt. Das Community-Projekt trägt diesen Namen und baut auf der aktuellen CCU3-Firmware (OCCU) auf.

Für alle Anleitungen hier auf AppProject gilt: Programme, Systemvariablen und Skripte funktionieren auf CCU3, RaspberryMatic und OpenCCU gleich. Das gilt auch für Erweiterungen wie den CUx-Daemon.

Die HCU: der Weg von eQ-3

Die Home Control Unit (HCU) ist seit September 2024 auf dem Markt und für eQ-3 die Plattform für die weitere Entwicklung. Sie wird über die Homematic-IP-App bedient. Im Offline-Modus laufen Automationen ohne Verbindung zum Cloud-Server. Erweitert wird sie über Plugins. Im August 2026 kamen EEBUS-Funktionen für das Energiemanagement hinzu (Begrenzung von Leistungsbezug und Einspeisung). Mit dem Update vom 27. Oktober 2026 folgten eine Kategorie für Partner-Plugins sowie Plugins für Modbus und MQTT.

Für Umsteiger gibt es zwei Wege:

  • Vom Access Point (Cloud): Die Funktion „Systemübertragung“ in der App überträgt die bestehende Installation auf die HCU. Benutzer, Zutrittsberechtigungen und Zusatzdienste müssen danach neu eingerichtet werden, der alte Access Point wird anschließend zurückgesetzt.
  • Von der CCU3: Über das CCU3-Plugin der HCU. Homematic-IP-Geräte könnt Ihr entweder migrieren oder nur bedienen. Beim Migrieren wird das Gerät von der CCU3 abgelernt und an der HCU angelernt, die bisherige Programmierung wird dabei gelöscht und muss auf der HCU neu gebaut werden. Beim Bedienen bleibt das Gerät an der CCU3, Programme laufen dort weiter, und Ihr steuert es zusätzlich über die App. Dann müssen allerdings CCU3 und HCU dauerhaft laufen.

Wichtig für alle mit älteren Geräten: Geräte aus dem klassischen HomeMatic-Funk (BidCos) lassen sich laut ELV-Leitfaden zum CCU3-Plugin nur bedienen, nicht migrieren. Sie brauchen also weiterhin eine CCU3 oder OpenCCU.

Entscheidungshilfe

Ausgangslage Naheliegende Wahl Worauf achten
CCU3 läuft, viele WebUI-Programme und Skripte CCU3 behalten, später auf OpenCCU wechseln Backup vor jedem Update, Installationsanleitung von OpenCCU genau befolgen
RaspberryMatic auf Raspberry Pi oder VM Update auf OpenCCU 32-Bit-Hardware wird nicht mehr unterstützt
Klassische HomeMatic-Geräte (BidCos) im Einsatz CCU3 oder OpenCCU An der HCU nur über das CCU3-Plugin bedienbar, nicht migrierbar
Homematic IP mit Access Point und App HCU Systemübertragung in der App, Benutzer und Dienste neu einrichten
Neueinstieg, Bedienung vor allem per App HCU Automatisierung über die App und Plugins statt WebUI-Programme
Neueinstieg, Lust auf Skripte und eigene Logik OpenCCU (z. B. auf vorhandener Hardware) oder CCU3 CCU3-Hardware künftig nur noch über ELV

Die Tabelle ersetzt keine Einzelfallprüfung. Bei sehr neuen Geräten lohnt vor dem Kauf ein Blick, ob die aktuelle CCU3- bzw. OpenCCU-Version sie schon kennt.

Was das für bestehende Anwender heißt

Kurz gesagt: Es gibt keinen Grund für Hektik. Eine funktionierende CCU3 läuft auch 2027 weiter. Sinnvoll sind jetzt drei Dinge:

  1. Backup anlegen und an einem sicheren Ort ablegen. Das hilft bei jedem Wechsel, egal in welche Richtung.
  2. Bestand prüfen: Welche Geräte sind klassisches HomeMatic, welche Homematic IP? Wie viel hängt an WebUI-Programmen, Skripten und Add-ons wie CUxD?
  3. Neue Geräte prüfen, bevor Ihr sie kauft. Ab 2027 kommt die Unterstützung für neue Hardware an der CCU3 nicht mehr von eQ-3.

Wer viel selbst programmiert hat, wie in unseren Anleitungen zu Push-Nachrichten, zum Fenster-offen-Heizung-Programm oder zur Alarmanlage, bleibt bei CCU3 oder OpenCCU am nächsten an seinem bestehenden System. Die HCU passt eher, wenn die App im Mittelpunkt steht. Wenn Ihr bei der Umstellung Hilfe braucht, schaut auf der Seite zum Homematic Support vorbei. Alle Anleitungen findet Ihr in der Übersicht Haussteuerung mit Homematic.

Erwähnte Geräte

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Häufige Fragen

Funktioniert meine CCU3 nach 2026 noch?

Ja. eQ-3 integriert bis Ende 2026 noch neue Homematic-IP-Geräte in die CCU3. Danach liegt die Weiterentwicklung bei der Community. Bestehende Geräte, Programme und Skripte laufen weiter.

Was ist der Unterschied zwischen RaspberryMatic und OpenCCU?

OpenCCU ist der neue Name des Projekts, das früher RaspberryMatic hieß. Es läuft auf Raspberry Pi, x86, als VM, in Home Assistant und auch direkt auf der CCU3.

Kann ich meine CCU3-Programme auf die HCU übernehmen?

Nicht direkt. Beim Migrieren über das CCU3-Plugin werden Homematic-IP-Geräte an die HCU umgezogen, die bisherige Programmierung wird aber gelöscht und muss neu angelegt werden. Alternativ bleiben die Geräte an der CCU3 und werden über die HCU nur bedient.

Laufen klassische HomeMatic-Geräte an der HCU?

Nur über das CCU3-Plugin im Modus Bedienen. Die Geräte bleiben dabei an der CCU3 angelernt. Eine Migration ist laut ELV-Leitfaden nur für Homematic-IP-Geräte vorgesehen.

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Quellen und weiterführende Links (13)

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