Homematic Außen-Bewegungsmelder HM-Sen-MDIR – Bauanleitung
Kurz erklärt: Die Anleitung zeigt Schritt für Schritt den Aufbau des Homematic Funk-Bewegungsmelders für außen HM-Sen-MDIR aus dem Bausatz. Benötigt werden Lötkolben, Pinzette, dritte Hand und eine Lupe. Nacheinander werden Abstandshalter, Taster, LED, Batteriehalter, das Funkmodul mit acht Lötpunkten, PIR-Sensor und gepolte Elkos verlötet, die Linsenkuppel ausgerichtet und die Platine samt Dichtung ins Gehäuse gesetzt.Stand: November 2026
Auf einen Blick
HM-Sen-MDIR- Ziel
- Den Homematic Funk-Bewegungsmelder für außen HM-Sen-MDIR aus dem Bausatz Schritt für Schritt zusammenlöten und betriebsbereit machen.
- Benötigt
- Bausatz HM-Sen-MDIR, Feinlötkolben, Lötzinn, Pinzette, dritte Hand, Lupe, kleine Kneifzange, Batterien · Komponenten ansehen
- Aufwand
- ca. 2–3 Stunden
- Niveau
- Niveau 2 von 3: Fortgeschritten
- Läuft mit
- CCU3RaspberryMaticOpenCCU (klassisches Homematic-Funkprotokoll)
Inhalt dieser Anleitung
01Allgemein
Da ich im Internet vergeblich nach einer bebilderten Baubeschreibung für diesen Homematic Außen-Bewegungsmelder gesucht habe, habe ich kurzerhand selbst eine verfasst. Die mitgelieferte Beschreibung enthält zwar genaue Details zum Aufbau, ist für Laien aber ziemlich undurchsichtig. Deshalb gibt es hier eine leichter verständliche Anleitung mit Bildern zu jedem Schritt. Man sollte allerdings eine sehr ruhige Hand mitbringen, um die winzigen Lötpunkte auf der Platine sauber zu treffen.
02Anleitung
- Zuerst schafft man sich einen hellen, ruhigen und gut belüfteten Arbeitsplatz.
- Danach werden alle benötigten Komponenten nach Tütchen sortiert, damit man jedes Teil schnell zur Hand hat.
- Auf der Platine, auf der später auch das Funkmodul sitzt, werden zuerst die vier Abstandshalter aufgelötet (siehe Bild).
- Dabei helfen eine Pinzette und eine dritte Hand.
- Auf der Rückseite der Platine wird anschließend der Taster mit seinen vier Lötpunkten angebracht.
- Dann wird die Leuchtdiode eingesteckt und auf der Rückseite verlötet.
- Um die drei Kontakte dabei gleichzeitig festzuhalten, behelfe ich mir mit einem Trick:
- Ich stecke die LED durch und biege auf der Rückseite der Platine alle drei Kontakte in verschiedene Richtungen.
- So hält die LED von allein.
- Nun kann man in Ruhe jeden Kontakt einzeln anlöten und ihn danach mit einer kleinen Kneifzange knapp oberhalb der Lötstelle abkneifen.
- Nun werden die Batteriehalterungen auf der Seite der Platine eingesteckt, auf der der Taster sitzt.
- Danach steckt man die metallenen Batterieklemmen durch die Kunststoffhalterungen.
- Auf diesem Bild sieht man die Rückseite, auf der die metallenen Batterieklemmen angelötet werden.
- Jetzt wird die Antenne durch das kleine Loch geführt, sodass das Funkmodul direkt auf der Platine aufliegt und sich die acht winzigen Lötpunkte gut verlöten lassen.
- Dieser Schritt hat sich als der schwierigste herausgestellt.
- Wichtig ist vor allem, dass sich keine Lötpunkte berühren. Das prüft man am besten mit einer Lupe.
- Mein Tipp: Mit der Kneifzange kleine Stücke Lötzinn abkneifen, jeweils eines in ein Loch stecken und dann nach und nach anlöten.
- Wenn das geschafft ist, ist es nicht mehr weit bis zum Ende. :-)
- Jetzt werden die grauen Abstandshalter eingeklipst und die Antenne des Funkmoduls darin eingeklinkt.
- Bei größerer Entfernung zur Zentrale kann man das vorgesehene Loch im Gehäuse aufbohren und die Antenne durch den Gummieinsatz nach außen schieben – das verbessert die Reichweite.
- Auf der zweiten, kleinen Platine werden nun der Bewegungssensor (PIR) und die drei gepolten Elektrolytkondensatoren (kurz Elkos) angelötet.
- Achtung: Die Elkos sind gepolt und müssen richtig herum eingesetzt werden.
- Der lange Anschluss ist Plus (+), der kurze Minus (−).
- Plus ist auf der Platine markiert.
- Nun wird die Linsenkuppel aus Kunststoff auf die kleine Platine gesteckt.
- Dabei ist wichtig, dass die Waben der Kuppel einen waagerechten Strich zum Gehäuse bilden. Das wird auch in der beiliegenden Beschreibung noch einmal gesondert erklärt. Ist die Kuppel falsch ausgerichtet, funktioniert der Bewegungsmelder nicht richtig.
- Dann die Gummimuffe aufschieben, die für die Wasserdichtigkeit sorgt.
- Bevor man die vier Abstandshalter anlötet, würde ich zuerst die Batterien einsetzen und prüfen, ob die LED zu leuchten beginnt. Das funktioniert allerdings nur, wenn die kleine Platine an allen vier Abstandshaltern anliegt.
- Die Platine kann nun in das Gehäuse eingesetzt werden.
- Wer die Antenne nach außen führt, schiebt beim Einsetzen das schwarze Antennenkabel in die Gummiantenne.
- Im Gehäuse verläuft ringsum eine kleine Nut.
- Dort wird die Dichtung eingedrückt und bei Bedarf gekürzt.
- Deckel aufsetzen und festschrauben.
- Fertig! Jetzt kann der Bewegungsmelder an der Zentrale angelernt werden.
Benötigte Komponenten
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03Tipps aus der Praxis
- Vor dem Löten jedes Bauteil anhand der beiliegenden Stückliste prüfen und die Tütchen erst öffnen, wenn das jeweilige Bauteil an der Reihe ist.
- Für das Funkmodul eine feine Lötspitze verwenden und zügig löten – zu viel Hitze kann die kleinen Lötpunkte oder das Modul beschädigen.
- Jede Lötstelle am Funkmodul anschließend mit der Lupe auf Brücken zwischen benachbarten Punkten prüfen. Lötbrücken sind eine typische Ursache, wenn der Melder später nicht funktioniert.
- Bei den Elkos auf die Polung achten: Das lange Bein ist Plus, und Plus ist auf der Platine markiert.
- Erst einen Funktionstest mit eingesetzten Batterien machen (LED muss leuchten), bevor alles endgültig verlötet und ins Gehäuse eingebaut wird.
- Die Dichtung sorgfältig in die Nut drücken und die Gummimuffe nicht vergessen, damit der Melder im Außenbereich dauerhaft dicht bleibt.
04Häufige Fragen
Wie schwer ist der Aufbau des HM-Sen-MDIR Bausatzes?
Mit etwas Löterfahrung ist der Aufbau gut machbar. Die größte Herausforderung sind die acht winzigen Lötpunkte am Funkmodul, für die man eine ruhige Hand, einen Feinlötkolben und eine Lupe braucht.
Welches Werkzeug braucht man für den Homematic Bewegungsmelder-Bausatz?
Benötigt werden ein Feinlötkolben mit Lötzinn, eine Pinzette, eine dritte Hand, eine Lupe und eine kleine Kneifzange zum Kürzen der Anschlussdrähte.
Warum funktioniert mein selbst gebauter Bewegungsmelder nicht richtig?
Häufige Ursachen sind Lötbrücken am Funkmodul, falsch herum eingesetzte Elkos oder eine falsch ausgerichtete Linsenkuppel. Die Waben der Kuppel müssen einen waagerechten Strich zum Gehäuse bilden.
Kann man die Reichweite des HM-Sen-MDIR verbessern?
Ja. Bei größerer Entfernung zur Zentrale kann man das vorgesehene Loch im Gehäuse aufbohren und die Antenne durch den Gummieinsatz nach außen führen.
Mit welcher Zentrale funktioniert der HM-Sen-MDIR?
Der HM-Sen-MDIR nutzt das klassische Homematic-Funkprotokoll und lässt sich an der CCU3 sowie an RaspberryMatic bzw. OpenCCU mit passendem Funkmodul anlernen.
Kommentare
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