Homematic IP Präsenzmelder HmIP-SPI – Test und Praxis
Kurz erklärt: Der Homematic IP Präsenzmelder innen (HmIP-SPI) erkennt auch kleinste Bewegungen und misst die Helligkeit. Er wird an der Decke montiert und an der CCU3 bzw. RaspberryMatic/OpenCCU angelernt (an der CCU2 über den Homematic-IP-Anlernmodus). Im Beispiel schaltet ein Programm einen 2-fach Schaltaktor für die Steckdosen und Hue-Lightstrips im Dachgeschoss – Licht nur bei Anwesenheit und ausreichender Dunkelheit.Stand: November 2026
Auf einen Blick
HmIP-SPI- Ziel
- Den Homematic IP Präsenzmelder HmIP-SPI anlernen, konfigurieren und damit Licht und Steckdosen abhängig von Anwesenheit und Helligkeit schalten.
- Benötigt
- Homematic-Zentrale, Homematic IP Präsenzmelder innen (HmIP-SPI), Schaltaktor, optional Philips Hue · Komponenten ansehen
- Aufwand
- ca. 1–2 Stunden (ohne Elektroinstallation)
- Niveau
- Niveau 1 von 3: Einsteiger
- Läuft mit
- CCU3RaspberryMaticOpenCCUCCU2 mit Homematic-IP-Anlernmodus
Sicherheit Der Einbau von Schaltaktoren in die 230-V-Hausinstallation ist lebensgefährlich und darf nur von einer Elektrofachkraft durchgeführt werden. Das Anlernen und Konfigurieren des batteriebetriebenen Präsenzmelders ist dagegen gefahrlos.
Inhalt dieser Anleitung
01Allgemein
Hier habe ich mir den Präsenzmelder von Homematic IP genauer angeschaut. Er erfasst selbst kleinste Bewegungen, etwa das Schreiben mit der Hand auf einem Blatt Papier. Außerdem ist ein Helligkeitssensor integriert.
Der Präsenzmelder soll die Stromversorgung meines Dachgeschosses verwalten. Ich hatte das Glück, mein Dachgeschoss selbst ausbauen zu dürfen, und konnte deshalb alles genau so einrichten, wie ich es mir vorgestellt habe. Die Stromversorgung im Dachgeschoss ist in zwei Seiten geteilt, die in einem zentralen Schaltkasten zusammenlaufen. So lassen sich auch einzelne Steckdosen zentral schalten. Für die Steckdosen kommt ein 2-fach-Schaltaktor zum Einsatz, der vom Präsenzmelder angesteuert wird. Ein Bewegungsmelder kam für mich nicht infrage, da er nur „grobe“ Bewegungen erfasst und nicht auslöst, wenn man sich auf der Couch nur leicht bewegt. Hier musste etwas Genaueres her – und da kam der Präsenzmelder genau richtig.
02Unboxing
Der Präsenzmelder kommt in einer frustfreien Verpackung und in der gewohnten Homematic-Qualität. Neben dem Melder liegen Anleitung und Montagematerial bei.
Die Rückseite lässt sich mit einer leichten Drehbewegung vom Gerät abnehmen. Sie dient als Montageplatte, die man zuerst an die Decke schraubt; anschließend wird der Melder einfach wieder aufgedreht.
03Implementierung
Nachdem man den Batterieschoner entfernt hat, öffnet man die WebUI der CCU, um den Präsenzmelder anzulernen. Durch Drücken der Anlerntaste am Melder wird dessen Anlernmodus aktiviert. Wer noch die CCU2 nutzt, muss darauf achten, dass zusätzlich der Homematic IP Anlernprozess gestartet wird – ansonsten wird das Gerät nicht gefunden. Auf dem Bild habe ich die Stelle gelb markiert. An der CCU3 bzw. unter RaspberryMatic/OpenCCU ist Homematic IP direkt integriert.
Nach erfolgreichem Anlernen findet man den Präsenzmelder in der Geräteübersicht wieder. Hier lohnt es sich, ihm gleich einen sprechenden Namen und einen Raum zuzuweisen – das erleichtert später die Programmerstellung.
In den Einstellungen lässt sich der Präsenzmelder konfigurieren. Für meinen Zweck habe ich die Zeit, nach der die erkannte Bewegung zurückgesetzt wird, auf 32 Minuten gestellt. Der Mindestsendeabstand beträgt dabei 8 Minuten.
04Verwendungsbeispiel
Hier ein Blick in mein Dachgeschoss. Der Präsenzmelder wurde wie ein Rauchmelder an den Dachbalken geschraubt, ist auf dem Bild aber nicht zu sehen. Was da noch am Balken hängt, ist meine „Zweitfrau“ Alexa ;-)
Wie gesagt soll die Stromversorgung hier über den Präsenzmelder und einen 2-fach-Schaltaktor geregelt werden. Oben rechts und links am Dachbalken sind zwei Philips Hue Lightstrips verbaut. Praktisch ist dabei der integrierte Helligkeitssensor des Präsenzmelders: Das Licht geht nur an, wenn sich jemand im Dachgeschoss aufhält und es draußen bereits dunkel genug ist. Wie man Philips Hue in die Homematic-Welt integrieren kann, habe ich hier beschrieben: Philips Hue und Homematic.
Und hier ein Blick in meinen Schaltkasten. Achtung: Arbeiten an 230 V sind lebensgefährlich und dürfen nur von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden. Nachbau auf eigene Gefahr. Das Dachgeschoss ist in zwei Seiten geteilt, daher reicht ein 2-fach-Schaltaktor aus.
05Programm
06Fazit
Mein Fazit fällt kurz aus: Der Präsenzmelder macht einen guten Eindruck und leistet zuverlässige Arbeit. Er fügt sich wie gewohnt nahtlos in die Homematic-Welt ein und erfasst selbst kleinste Bewegungen. Optisch erinnert er an einen gewöhnlichen Rauchmelder. Ich empfehle, den Präsenzmelder an der Decke zu befestigen – von dort überblickt er den Raum am besten. Wer Licht nicht nur beim Betreten, sondern während des gesamten Aufenthalts zuverlässig steuern möchte, ist mit einem Präsenzmelder besser bedient als mit einem einfachen Bewegungsmelder.
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07Tipps aus der Praxis
- Den Präsenzmelder an der Decke und möglichst zentral über dem Bereich montieren, in dem man sich aufhält – etwa über der Sitzecke. So erfasst er auch kleine Bewegungen zuverlässig.
- Die Rücksetzzeit großzügig wählen: Bei kurzen Zeiten geht das Licht aus, wenn man ruhig auf der Couch sitzt oder liest. Im Beispiel sind es 32 Minuten.
- Den Helligkeitswert im Programm an die eigenen Räume anpassen. Am besten den aktuellen Wert in der WebUI zu verschiedenen Tageszeiten ablesen und daraus eine passende Schwelle ableiten.
- Wärmequellen, direkte Sonneneinstrahlung und Luftbewegungen (Heizung, Ventilator) im Erfassungsbereich vermeiden, um Fehlauslösungen zu reduzieren.
- An einer alten CCU2 im Anlerndialog unbedingt auch den Homematic-IP-Anlernmodus starten, sonst wird das Gerät nicht gefunden.
- Nach dem Anlernen die Batterieanzeige in der Geräteübersicht im Blick behalten und gegebenenfalls eine Benachrichtigung bei niedriger Batteriespannung einrichten.
08Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Präsenzmelder und Bewegungsmelder?
Ein Bewegungsmelder reagiert vor allem auf größere Bewegungen, etwa wenn jemand einen Raum betritt. Ein Präsenzmelder wie der HmIP-SPI erfasst auch sehr kleine Bewegungen, zum Beispiel das Schreiben am Schreibtisch, und eignet sich deshalb für Räume, in denen man länger ruhig sitzt.
Wie lernt man den Homematic IP Präsenzmelder an der CCU an?
Nach dem Entfernen des Batterieschoners öffnet man in der WebUI den Dialog zum Anlernen, startet den Anlernmodus für Homematic IP und drückt die Anlerntaste am Melder. Gerade an der CCU2 wird das Gerät ohne den Homematic-IP-Anlernmodus nicht gefunden.
Hat der HmIP-SPI einen Helligkeitssensor?
Ja, der Präsenzmelder misst auch die Helligkeit. Damit lässt sich das Licht so steuern, dass es nur bei Anwesenheit und ausreichender Dunkelheit eingeschaltet wird.
Wo montiert man einen Präsenzmelder am besten?
Am besten an der Decke, ähnlich wie einen Rauchmelder. Von dort hat der Melder den Raum gut im Blick und erfasst auch kleine Bewegungen zuverlässig.
Kann der Präsenzmelder Philips Hue schalten?
Ja, wenn Philips Hue in Homematic eingebunden ist. Ein WebUI-Programm kann dann bei Anwesenheit und Dunkelheit die Hue-Lampen und zusätzlich einen Schaltaktor für Steckdosen schalten.
Kommentare
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